Die Verbandsgemeinde Winnweiler hat im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung untersucht, wie die Wärmeversorgung zukünftig klimafreundlich, zuverlässig und effizient gestaltet werden kann.
Dafür wurde der aktuelle Stand der Wärmeversorgung erfasst, die Potenziale erneuerbarer Energie geprüft, verschiedene Zukunftsszenarien entwickelt und konkrete Maßnahmen für die Verbandsgemeinde (VG) daraus abgeleitet.
Kurzzusammenfassung der Ergebnisse im Überblick:
- Bestandsanalyse – Wie ist die Wärmeversorgung in der VG Winnweiler aktuell aufgebaut?
- Bürgerumfrage– Was sagen die Einwohnenden zur Wärmeversorgung?
- Potenzialanalyse – Welche Sanierungspotenziale gibt es und welche erneuerbaren Energien kann die VG nutzen?
- Szenarien – Wie sehen die unterschiedlichen Wege zur klimaneutralen Wärmeversorgung aus?
- Fokusgebiete für Wärmenetze – Wo ist ein Netzanschluss wirtschaftlich sinnvoll?
- Wärmewendestrategie – Wie sehen die konkreten Umsetzungsschritte für die VG aus?
Bürgerinformationsveranstaltung vom 11. September 2025:
Der gesamte Bericht zum Nachlesen:
Interaktive Karte mit den Ergebnissen:
Bestandsanalyse – Wie ist die Wärmeversorgung in der VG Winnweiler aktuell aufgebaut?
Die Bestandsanalyse zeigt, wie die Wärmeversorgung in der VG Winnweiler aktuell aussieht. Dafür wurden Stadtstruktur, Gebäude, Heizsysteme, Energieverbrauch und Emissionen untersucht.
Verbandsgemeinde und Gebäude
- Die Verbandsgemeinde hat etwa 6.250 Gebäude, davon ca. 5.490 mit Heizbedarf.
- 88 % der beheizten Gebäude sind Wohnhäuser, 11 % Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und ein kleiner Teil von 1 % Industrie/öffentliche Gebäude.
- Großteil der Wohnhäuser sind mit rund 71 % Ein- und Zweifamilienhäuser, 16 % sind Reihen- und Mehrfamilienhäuser.
- Über die Hälfte (56 %) der Wohngebäude wurden vor 1979 gebaut, etwa 17 % vor 1919.
- Rund 4 % der Gebäude stehen unter Denkmalschutz, dies erschwert die energetische Sanierung.
- Die Energieeffizienz ist überwiegend mittelmäßig: 56 % in D – E, 26 % in F–H, 18 % in A+–C.

Versorgungsnetze
- Erdgasnetz: 125 km mit 3.553 Anschlüssen
- Wärmenetze nur kleinflächig: Firma Timo Schultz (Dachdeckerei–Zimmerei–Gerüstbau) e. K. versorgt sechs angeschlossene Wohnhäuser sowie den kommunalen Kindergarten. Versorgung erfolgt über Hackschnitzelanlage, die überwiegend Resthölzer aus der zugehörigen Zimmerei nutzt.
- Zentrale Wärmeerzeuger:
- Zwei Biogas-BHKW (gespeist durch eine Biogasanlage, zusammen 590 kW)
- Erdgasanlage (330 kW)
- Diese Anlagen werden bislang nicht in Wärmenetzen genutzt.

Wärmebedarf und THG-Emissionen
- Jährlicher Wärmebedarf: 121,4 GWh
- Wohnbereich 86 %
- Gewerbe/Handel/Dienstleistungen 9 %
- Öffentliche Gebäude 3 %
- Industrie 2 %
- Bedarf nach Art:
- Raumwärme 85 %
- Warmwasser 14 %
- Prozesswärme 1 %
- Energieträger
- fossile Brennstoffe: 90 %
- Strom (Wärmepumpen) und Biomasse mit geringen Anteilen
- Endenergiebedarf: 137,8 GWh/Jahr
- Treibhausgasemissionen: 30.101 t CO₂–Äquivalente/Jahr (~3 t CO₂ pro Einwohner).
- Emissionsanteile:
- Wohnbereich 86 %
- Gewerbe/Handel/Dienstleistungen 9 %
- öffentliche Gebäude 3 %
- Industrie 2 %

Fazit
Die Verbandsgemeinde Winnweiler weist einen überwiegend älteren Gebäudebestand mit geringerer Energieeffizienz auf. Die Wärmeversorgung ist stark von fossilen Energieträgern abhängig, Wärmenetze und erneuerbare Energien sind wenig etabliert. Der Austausch alter Heizungsanlagen und die Nutzung lokaler Wärmequellen bieten großes Potenzial für CO₂-Einsparungen.
Potenzialanalyse – Welche Sanierungspotenziale gibt es und welche erneuerbaren Energien kann die VG nutzen?
Die Potenzialanalyse zeigt, welche Möglichkeiten die Verbandsgemeinde Winnweiler hat, künftig mehr erneuerbare Energien für die Wärmeversorgung zu nutzen und den Energiebedarf zu senken. Auf dieser Seite finden Sie eine Auswahl der wichtigsten Ergebnisse.
Energetische Sanierung
Durch energetische Sanierungen (z. B. Dämmung, neue Fenster, effizientere Heizungen) könnte der Wärmebedarf von Wohngebäuden langfristig gesenkt werden.
- Bei einer Sanierungsrate von 1 % pro Jahr wäre bis 2045 eine Einsparung von rund 10 % möglich.
- Bei einer Sanierungsrate von 5 % wären rund 34 % an Einsparungen realistisch.

Photovoltaik (Strom aus Sonne)
- Dachflächen-PV: rund 210 GWh Strom pro Jahr nutzbar.
- Freiflächen-PV: rund 230 GWh pro Jahr nutzbar.
- Bereits installiert: 18 MW Dach-PV (ca. 16 GWh/Jahr) und 4 MW Freiflächen-PV (ca. 4 GWh/Jahr).
- Einschränkungen bestehen durch begrenzte Dachflächen, bauliche Vorgaben und Konkurrenz zur Landwirtschaft.
Solarthermie (Wärme aus Sonne)
- Dachflächen-Solarthermie: rund 67 GWh Wärme pro Jahr.
- Freiflächen-Solarthermie: rund 28 GWh Wärme pro Jahr.
- Einsatz meist zur Unterstützung von Heizungen oder Warmwasserbereitung; saisonale Schwankungen möglich.

Biomasse
- Nutzbares Potenzial: rund 38 GWh Wärme pro Jahr, überwiegend aus landwirtschaftlicher Biomasse
- Nutzung vor allem für kleine dezentrale Lösungen möglich.
- Politische, wirtschaftliche und ökologische Einschränkungen begrenzen aktuell den Ausbau.
Umweltwärme (Wärmepumpen, Grundwasser, Luft, Gewässer)
- Luft-Wärmepumpen: 84 GWh/Jahr (dezentral einsetzbar)
- Oberflächennahe Geothermie (Erdwärme): 66 GWh/Jahr (dezentral einsetzbar)
- Gewässerthermie: 3 GWh/Jahr (für zentrale Versorgung geeignet)

Tiefengeothermie und Kläranlagen-Abwasser
- Hydro- und petrothermisches Potenzial: derzeit nicht erschließbar bzw. keine nachgewiesenen Quellen.
- Abwasserthermie über Leitungen: derzeit ist nur die Kläranlage Winnweiler potenziell nutzbar.
Bürgerumfrage
Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung waren Bürger der VG Winnweiler eingeladen, sich aktiv zu beteiligen. Ziel war es Anliegen und Fragen zur zukünftigen Wärmeversorgung zu sammeln und in die Gestaltung der lokalen Wärmewende einzubringen. Insgesamt haben 93 Personen an der nicht-repräsentativen Befragung teilgenommen. Die Teilnehmenden, im Alter von 21 bis 80 Jahren, stammen aus neun verschiedenen Ortsgemeinden: Winnweiler, Wartenberg-Rohrbach, Steinbach am Donnersberg, Sippersfeld, Schweisweiler, Münchweiler a. d. Alsenz, Lohnsfeld, Imsbach und Höringen.
Dezentrale Versorgung mit fossilen Energien
Alle Teilnehmenden gaben an, über mindestens eine eigene (dezentrale) Heizungsanlage zu verfügen. Dabei dominieren vor allem Gas- und Ölheizungen, die gemeinsam ca. 80 % der dezentralen Heizsysteme unter den Teilnehmenden (ohne Berücksichtigung von sekundären Heizungen) ausmachen.
Den größten Anteil stellen Öl- und Gasheizungen dar, die zusammen rund 80 % der Systeme ausmachen (ohne Berücksichtigung sekundärer Heizungen). Ölheizungen sind dabei mit etwa 62 % vertreten und Gasheizungen mit 19 %. Flüssiggas kommt in Winnweiler nicht zum Einsatz.
Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien haben einen Anteil von insgesamt ca. 11 %. Davon nutzen 1,6 % Biomasse (z. B. Pellets oder Holzhackschnitzel), während 9,4 % auf Umweltwärme, Solarthermie oder oberflächennahe Geothermie zurückgehen.

Heizungsaustausch und energetische Gebäudesanierung in den nächsten Jahren
Rund 40 % der Teilnehmenden berichten, dass ihre Feuerstätte bereits 20 Jahre oder älter ist. Auf die Frage, ob in den kommenden Jahren energetische Sanierungsmaßnahmen zur Reduzierung des Wärmebedarfs geplant sind, gaben 36 % der befragten Gebäudeeigentümer an, entsprechende Vorhaben umzusetzen. Insbesondere die Modernisierung der Heizungsanlage, die Erneuerung der Fenster, sowie eine Verbesserung der Dach- und Fassadendämmung wurden genannt. Die Dämmung oberer Geschosse spielt hingegen eine untergeordnete Rolle.
Zukünftige Wärmeversorgung
In der Umfrage wurden die Bürger auch nach ihrer Einschätzung geeigneter Energieträger für Winnweiler gefragt. Die größte Zustimmung erhielt dabei Strom aus erneuerbaren Energien. Ebenfalls positiv bewertet wurde die Wärmeversorgung über Umweltwärme, beispielsweise durch Wärmepumpen und Solarthermie. Fossile Energieträger wie Kohle und Heizöl werden hingegen mehrheitlich als ungeeignet angesehen.

Wichtige Themen und Anliegen der Befragten
In der Diskussion um die zukünftige Wärmeversorgung der Verbandsgemeinde wurden vielfältige Anliegen der Bürger deutlich. Grundsätzlich besteht ein ausgeprägtes Interesse an einer nachhaltigen, klimafreundlichen und regional orientierten Energieversorgung. Zugleich äußerten viele Bedenken hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit, Bezahlbarkeit und praktischen Umsetz-barkeit der erforderlichen Maßnahmen.
Vor allem Eigentümer älterer Gebäude sowie Haushalte mit begrenztem Einkommen sorgen sich über mögliche finanzielle Belastungen durch energetische Sanierungen oder einen An-schluss an Wärmenetze. Entsprechend wurden der Zugang zu Fördermitteln, transparente Kosteninformationen, die Wahrung von Wahlfreiheit sowie eine verlässliche Planbarkeit der Investitionen als zentrale Anforderungen benannt.
Wärmenetze werden von vielen Bürgern grundsätzlich befürwortet, insbesondere in dichter bebauten Ortskernen. Gleichzeitig besteht auch Bedarf an dezentralen Quartierslösungen. Erneuerbare Energien wie Solar, Wind, Biogas oder Geothermie sollen nach Möglichkeit einbezogen werden, wobei eine hohe Akzeptanz insbesondere dann besteht, wenn Wahlfreiheit und Beteiligungsmöglichkeiten gewährleistet sind.
Darüber hinaus wird großer Wert auf praktikable und wartungsarme Systeme gelegt, die auch für Bestandsgebäude geeignet und wirtschaftlich tragfähig sind. Eine frühzeitige, transparente Kommunikation sowie Informations- und Beratungsangebote vor Ort werden als wesentliche Grundlage für Akzeptanz und Beteiligung hervorgehoben.
Insgesamt wünschen sich die Bürger eine klimafreundliche, langfristig sichere und bezahlbare Wärmeversorgung, die regionale Wertschöpfung stärkt und eine aktive Mitgestaltung ermöglicht.
Bürgerinformationsveranstaltung
Zur Information der Bürger über die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung und zur Förderung des gegenseitigen Austauschs wurde im Rahmen des Projekts eine öffentliche Informationsveranstaltung durchgeführt. Am 11. September 2025 nahmen rund 80 interessierte Einwohner im Festhaus Winnweiler daran teil.

Im ersten Teil der Veranstaltung stellte das Planungsteam die Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse vor, erläuterte die methodische Vorgehensweise im Planungsprozess und präsentierte die identifizierten Fokusgebiete
Der zweite Teil war bewusst dialogorientiert gestaltet: An verschiedenen Thementischen konnten die Bürger ihre individuellen Fragen einbringen und im direkten Austausch Antworten erhalten. Besonders mit den Bewohnenden der identifizierten Gebiete wurden dabei Vor- und Nachteile eines möglichen Wärmenetzanschlusses sowie weitere relevante Aspekte diskutiert.
Szenarien – Wie sehen die unterschiedlichen Wege zur klimaneutralen Wärmeversorgung aus?
Um bis 2045 klimaneutral zu werden, wurden für die VG Winnweiler verschiedene Zukunftspfade („Szenarien“) berechnet. Sie unterscheiden sich in Sanierungsraten, Heizsystemen und der Rolle von Wärmenetzen.
Szenario: Ausbau von Wärmenetzen
- Schwerpunkt auf Ausbau von Wärmenetzen in Ortsgemeinde Winnweiler und weiteren Fokusgebieten.
- Nutzung von erneuerbaren Wärmequellen
- Hohe Anschlussquoten nötig.
- Gebäude ohne Netzanschluss setzen auf die wirtschaftlich attraktivste erneuerbare Heizlösung.
- Ergebnis: hohe Versorgungssicherheit, gute Planbarkeit, langfristig stabile Kosten.
- Politisch priorisiert im Wärmeplanungsgesetz (§2 WPG)
- Klimaziele erreichbar.

Szenario: Dezentrale Versorgung
- Jedes Gebäude erzeugt Wärme eigenständig (v. a. Wärmepumpen, Biomasse).
- Wärmenetze kaum genutzt.
- Strombedarf steigt stark → höhere Netzausbaukosten möglich.
- Eigentümer tragen Verantwortung für Heizsystem.
- Zielkonform, aber Steuerbarkeit und Planungssicherheit geringer.

Szenario: Grüne Gase
- Fossiles Erdgas wird durch Biomethan oder biogenes Flüssiggas ersetzt.
- Teilweise Nutzung bestehender Gasnetze.
- Praktisch teuer und unsicher aufgrund begrenzter Verfügbarkeit.
- Kein verlässlicher Hauptpfad, eher eine Ergänzung oder Übergangslösung.

Abwägung und Zielbild
- Alle drei Szenarien erfüllen gesetzliche Anforderungen.
- Wärmenetze bieten höchste Steuerbarkeit, Planbarkeit und Versorgungssicherheit.
- Dezentrale Versorgung sinnvoll als Ergänzung, wenn Netzanschluss nicht möglich.
- Grüne Gase nur begrenzt einsetzbar.
- Empfehlung für die VG Winnweiler: Wärmenetz-Szenario als Hauptpfad, ergänzt durch dezentrale Lösungen in nicht erschließbaren Bereichen.
Fokusgebiete für Wärmenetze – Wo ist ein Netzanschluss wirtschaftlich sinnvoll?
Auf Grundlage der Bestands- und Potenzialanalyse wurden vier Fokusgebiete identifiziert, in denen sich der Ausbau von Wärmenetzen besonders lohnt. Dabei handelt es sich um folgende Gebiete:
- Nahwärmenetz Imsbach
- Gebiet „Ehemalige Brauerei Bischoff“
- Winnweiler Gymnasium
- Neubaugebiet „Auf der Bühne“

Entscheidend sind dabei Wärmebedarfsdichte, Gebäudestruktur, Denkmalschutz, Eigentümerstruktur und Nähe zu Energiequellen wie Abwärme oder Biomasse.

Charakteristika der Maßnahmen
- Strategie: Ausbau der Wärmenetze
- Heiztechnologien: Biomassekessel, Großwärmepumpen, Abwasserwärme, Kraft-Wärme-Kopplung
- Zeithorizont: Kurzfristig (≤2 Jahre) und Mittelfristig (2–5 Jahre)
- Förderung: Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW), bis zu 40 % für Netzausbau, bis 50 % für Machbarkeitsstudien
Positive Auswirkungen
- Versorgung von Teilgebieten der Ortsgemeinden mit zentraler Wärme
- Höhere Energieeffizienz durch Nutzung lokaler und erneuerbarer Quellen
- Förderung der Klimaneutralität durch Reduktion von Treibhausgasemissionen
- Grundlage für langfristige Netzausbaupläne
Wärmewendestrategie – Wie sehen die konkreten Umsetzungsschritte für die VG aus?
Die Wärmewendestrategie zeigt, wie die Verbandsgemeinde Winnweiler ihre Wärmeversorgung klimafreundlich transformieren kann. Sie fasst die wesentlichen Maßnahmen zusammen, priorisiert Handlungsfelder und benennt Verantwortlichkeiten.
1. Zukunft des Gasnetzes
- Gasnetze stehen vor tiefgreifenden Veränderungen und verlieren langfristig an Bedeutung.
- Gesetzliche Grundlagen für Stilllegungen fehlen noch, die EU-Richtlinie 2024/1788 fordert jedoch absehbare Stilllegungspläne mit Konsultationen und Schutz vulnerabler Kunden.
- Netzentgelte steigen durch sinkende Kundenzahlen und CO₂-Bepreisung, wirtschaftliche Herausforderungenfür Netzbetreiber nehmen zu.
- Wasserstoff ist zum jetzigen Zeitpunkt mit erheblichen Unsicherheiten hinsichtlich seiner zukünftigen Verfügbarkeit und Kostenentwicklung verbunden. Abseits industrieller Anwendungen ist ein breiter Einsatz derzeit nicht absehbar. Das bestehende Gasnetz wäre jedoch grundsätzlich technisch auf eine Umstellung auf Wasserstoff vorbereitbar.
2. Ausbau von Wärmenetzen
- Wärmenetze bilden den zentralen Baustein der Wärmeversorgung in den Fokusgebieten.
3. Dezentrale Lösungen
- In Gebieten ohne Wärmenetze setzen Gebäude voraussichtlich auf:
- Wärmepumpen
- Biomassekessel
- Solarthermie
- Unterstützung durch Beratung, Förderprogramme (BEG, BAFA, KfW) und Ausbau erneuerbarer Energien zur Stromversorgung.
4. Übergeordnete Maßnahmen
- Projektmanagement & Controlling: Aufbau von Verwaltungsstrukturen, Monitoring und Fortschreibung der Wärmeplanung.
- Datenpflege & Digitalisierung: Bereitstellung eines digitalen Zwillings für Bürger und Akteure.
- Vernetzung: Austausch mit benachbarten Verbandsgemeinden, Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz und Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.
- Vorbildrolle kommunaler Gebäude: Eigene Liegenschaften energetisch sanieren, Photovoltaik nutzen, Wärmenetze anschließen.
- Förderprogramme & Beratung: Staatliche Unterstützung für Heizungsumstellung, Sanierung, Effizienzmaßnahmen und Fachplanung.
- Bürger- und Genossenschaftsprojekte: Förderung kleinerer, dezentraler Wärmenetze, Bereitstellung von Flächen, Finanzierungshilfe und Öffentlichkeitsarbeit.
Kernaussage:
Die Verbandsgemeinde Winnweiler setzt auf eine Kombination aus Wärmenetzen in mehreren Fokusgebieten für Wärmenetze, dezentraler Technologien, gesetzlicher Begleitung, Förderprogrammen und kommunaler Steuerung, um die Wärmeversorgung bis 2045 klimaneutral zu gestalten.
Die Verbandsgemeinde übernimmt aktive Steuerung, Vernetzung und Vorbildfunktion, während Netzbetreiber, Eigentümer und Fachbetriebe für die Umsetzung verantwortlich sind.
Ihre Ansprechpartner
Norman Choim
Energieberater,
VG Winnweiler
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Laura Schneider
Projektbearbeiterin, Zukunfts[planungs]werk
(beratendes Büro)
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